Patric Scordialo und Denis Kreuzer

Interview

Patric & Denis im Inverview
22. März 2016 patric

Wer bist Du eigentlich?

Patric Scrodialo: Jemand der es unglaublich spannend findet jeden Tag etwas Neues zu erleben.

Denis Kreuzer: Ich bin der vielseitige Gestalter mit dem bescheidenen Wunsch, etwas großartiges zu erschaffen.

 

Wie kamst Du auf die Idee zu deinem Projekt?

pso: Die ganze Geschichte würde jetzt den Rahmen sprengen….
Ich konsumiere gerne und gut. Am liebsten ohne dabei verzichten zu müssen! Bei Textilien ist ein „guter Konsum“ fast unmöglich! Das weiß ich selbst aus meiner jahrelangen Tätigkeit für einen Chemiedistributeur… Bei Kleidung ist es noch so viel mehr, als nur die Umweltvermutzung durch Chemikalieneinsatz!
C2C und Bekleidung klang nach einer spannenden Herausforderung.
Was anfangs eine Herausforderung war hat sich heute zu einer Leidenschaft entwickelt!

dek: Ich kam zum Projekt Avour, weil wir von Patric 2013 mit der Markenentwicklung für Avour beauftragt wurden. Irgendwann war ich dann so überzeugt und involviert, dass ich Teil des Teams wurde und neben gestalterischen auch strategische Themen diskutierte.

 

Was machst Du eigentlich deiner Freizeit?

pso: Am liebsten Neues entdecken oder Energie auf der spanischen Insel Formentera tanken.

dek: Lesen und im Meer schwimmen.

 

Was inspiriert dich? Hast Du ein konkretes Vorbild?

pso: Da gibts eigentlich keine konkrete Person… Es sind vor allem Menschen die nie den Mut verlieren ihren Weg zu gehen.
„Keep It Real“ People hat das mal ein guter Freund von mir genannt?!

dek: Es spielt für mich eine große Rolle überall für Inspiration offen zu sein. Zuletzt haben die Bücher von Scott Belsky und Jocelyn K. Glei mir sehr wichtigen Input gegeben.
Zwar gibt es keine Einzelpersonen, die ich als Vorbild sehe aber von vielen geilen Leuten orientiere ich mich (teilweise unbewußt). Die Experimentierfreudigkeit von Daft Punk, die sich künstlerisch permanent weiterentwickeln. Die unerträgliche Hartnäckigkeit von Ari Gold aus der Serie Entourage. Oder von Johnathan Ive (Apple), dessen Gestaltung erleichternde Auswirkungen auf das Leben von Millionen Menschen hat. Allen ist gemein, dass sie ausdauernd erfolgreich sind und Gutes in die Welt bringen.

 

Wie bist Du auf Avour aufmerksam geworden? Was gefällt Dir daran?

pso: Das Team!

dek: Durch den Gründer Patric. Mir gefällt der Gedanke über Basics in den Textilmarkt einzusteigen und einer Vision zu folgen, die Nachhaltigkeit in eine Konsumsparte bringt die in der Masse durch schlechte Qualität, geringe Haltbarkeit und turbolente Kollektionswechsel geprägt ist.

 

Nachhaltigkeit ist für dich?

pso: Mehr als nur ein Marketinginstrument! Generell gilt der Grundsatz: Lieber ein kleiner Beitrag als keiner!

dek: Anstrengend, aber absolut notwendig!
Es bedeutet für mich, nicht den naheliegenden Weg zu gehen, sondern sich die Mühe zu machen darüber nachzudenken: Was kommt danach?
Nachhaltigkeit ist für mich eine logische Konsequenz, die die Erkenntnis voraussetzt, dass alles zusammenhängt. Dewegen zeugt nachhaltiges Handeln von Weitsicht.

 

Hast Du einen Lieblingssnack, der immer geht?

pso: Getrocknete Apfelringe mit Schokolade 🙂

dek: Eiweißriegel

 

Wenn Du drei Sachen mit auf eine einsame Insel nehmen müsstest wären das?

pso: Ein Boot mit Motor für den Heimweg, gutes Essen und eine Flasche feinen Rotwein (Max wüsste jetzt welcher!)

dek: Meine Freundin ist keine Sache, also würde ich mir
1. Einen bis zum Rand gefüllten Kindle mit Solarpowerbank
2. Ein Sackerl mit veschiedensten Pflanzensamen
3. ein bic-Feuerzeug einpacken.

 

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du damit machen?

pso: Getrocknete Apfelringe mit Schokolade?

dek: Ich würde mir wünschen, dass unsere Unternehmungen exorbitanten Erfolg haben. Und zwar ausgedrückt durch IMPACT. Finanzieller Erfolg ergibt sich dann automatisch.

 

Welchen Satz magst du nicht?

pso: „Das haben wir schon immer so gemacht“. Anders muss nicht gut oder besser sein, aber es kann.

dek: Geht mir genauso! Ich lehne die typischen Sätze der Konventionsorientiertheit ab! Wie zum Beispiel: »Die anderen machen es auch so.«, »Das war schon immer so.«, »Das kapieren die Kunden nicht.«

 

Was wolltest du als Kind werden?

pso: Kanalarbeiter. Die Vorstellung der Tierwelt in der Unterwelt fand ich einfach spannend.

dek: Manager. Wie der Papa im Office vom amerikanischen Konzern. Heute will ich mich nicht in die Strukturen großer Firmen einfügen und genieße jede Freiheit, die ich kriegen kann.

 

Genuss ist für mich…

pso: wenn ich mich richtig wohl fühle.

dek: Handy aus und mit der Freundin unterwegs sein.

 

Design ist in meinem Leben…

pso: etwas das mich jeden Tag begleitet.

dek: omnipräsent. Nicht erst seit dem Designstudium bin ich versaut: Gutes Design geht mir nahe und macht mich euphorisch, lieblose Gestaltung verdirbt mir die Laune.

 

Mein eigener Stil wird ausgedrückt durch…

pso: meine unverwechselbare Handschrift?

dek: sportlich durch Activewearquatsch oder sehr klassisch durch weiße Hemden mit Umschlagmanschette und Button-Down.

 

Meine Freunde sagen über mich…

pso: dass ich mich öfters melden könnte :/

dek: bestätigt sind folgende Aussagen: »Klugscheißer«, und »streng«.

 

Ich mache mich stark für…

pso: Avour.

dek: den sinnvollen Einsatz von Ressourcen. Vor allem meiner Zeit!

 

Um mich wohl zu fühlen…

pso: brauchts die Menschen, die mich jeden Tag umgeben.

dek: Braucht es eigentlich nur ein paar Meter durchschwimmbares Wasser.

 

Elektro oder Otto…

pso: Elektro mit Otto Sound!

dek: Es ist nicht so, dass ich mir das aussuchen könnte, und wenn würde meine Wahl auf den Elektropassat fallen. Dennoch bin ich optimistisch, dass es noch eine Eruption der Elektromobilität geben wird. Aber es ist ein großes Projekt die Konvention der Mineralölverfeuerung abzuschaffen. Props an Elon Musk, dass er sich der Herausforderung und dem massiven Gegenwind dennoch stellt und so viele Menschen mitreißen kann.

 

Ich werde schwach bei…

pso: guter Live Musik.

dek: Champagner.

 

Meine größte Stärke ist…

pso: Nichts als Sackgasse zu betrachten.

dek: open minded zu sein.

Vielen Dank für das Interview!

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